Die Krankenversicherung für Studenten

Deutschland, Frankreich und Schweiz haben unterschiedliche Krankenversicherungssysteme. Diese führen nicht nur zu verschiedenen Regelungen für Arbeitnehmer, sondern auch für Studenten. Während in der Schweiz keinen Unterschied gemacht wird, haben Studenten in Deutschland sogar die Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung.

Krankenversicherung für Studenten

Krankenversicherung für Studenten in Deutschland

In Deutschland können sich Studenten zum Beginn ihres Studiums entscheiden, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern wollen. Im Gegensatz zu Arbeitnehmern müssen sie kein Mindesteinkommen nachweisen, um in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Dabei bieten die Versicherer spezielle Studententarife an, mit denen sich Studierende günstig absichern können. Wer sich einmal für die PKV entschieden hat, bleibt für die Dauer des Studiums Privatpatient. Erst danach oder durch die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ist der Weg in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wieder offen.
Entscheiden sich Studenten für die GKV, sind sie in der Regel beitragsfrei bis zum 25. Lebensjahr über die Familienversicherung der Eltern versichert, sofern sie Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Danach werden Studierende versicherungspflichtig in der studentischen Krankenversicherung. Hier liegen die Beiträge ohne Berücksichtigung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags bei rund 61 Euro pro Monat (Stand 2015). Der Studententarif gilt bis zum Ende des Studiums oder wenn dieses länger als 14 Fachsemester dauert bzw. der Student das 30. Lebensjahr abgeschlossen hat. Danach wird noch Studierenden eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung angeboten, mit der der monatliche Beitrag deutlich steigt.
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung können Studenten mit einer Krankenzusatzversicherung aufstocken. Mit ihr reduzieren sie den Eigenanteil an den Behandlungskosten etwa beim Zahnarzt.

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Krankenversicherung für Studenten

Krankenversicherung für Studenten in Frankreich

Das Krankenversicherungssystem in Frankreich ähnelt dem von Deutschland, jedoch mit dem wichtigen Unterschied, dass es dort nicht das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung gibt. Studierende in Frankreich sind mit Beginn des Studiums allerdings auch nicht mehr mit der Krankenversicherung der Eltern versichert, sondern werden Mitglied einer separaten gesetzlichen Krankenversicherung, der sogenannten Sécurité sociale étudiante. Die Anmeldung erfolgt dabei direkt mit der Immatrikulation.
Die Krankenversicherung übernimmt jedoch nicht alle Kosten, die durch Behandlungen durch Ärzte bzw. Medikamente entstehen. Daher können sich Studenten wie in der Bundesrepublik freiwillig für eine Zusatzversicherung entscheiden, die sogenannte Mutuelle étudiante.
In Frankreich werden die beiden Begriffe – gesetzliche Grundversicherung und freiwillige Zusatzversicherung – jedoch häufig miteinander vermischt, sodass selbst für einheimische Studenten nicht eindeutig ist, ob sie nun Mitglied der Sécurité sociale étudiante oder einer Mutuelle étudiante sind. Zudem stehen die Leistungen der gesetzlichen Absicherung in der Kritik, sodass es Diskussionen darüber gibt, das Krankenversicherungssystem für Studenten in Frankreich zu reformieren. Ein Vorschlag ist dabei, dass Studierende weiterhin zur Krankenversicherung der Eltern dazugehören sollten.
Krankenversicherung für Studenten

Krankenversicherung für Studenten in der Schweiz

Während Studenten in Frankreich und in Deutschland eine Sonderrolle einnehmen und sich dort über eine studentische Krankenversicherung oder spezielle Studenten-Tarife versichern, ist es in der Schweiz unerheblich, ob Versicherte an einer Universität studieren oder nicht. Alle Personen müssen eine Krankenversicherung in der Schweiz abschließen. Dabei gibt es viele verschiedene Anbieter für die einheitliche Grundversicherung. Obwohl die Leistungen der Absicherung gesetzlich geregelt und somit bei jeder Krankenkasse gleich sind, unterscheiden sich die Prämien teils deutlich. Insbesondere Studenten, die kaum finanziellen Spielraum haben, sollten daher einen Krankenkassenvergleich durchführen, um so den geringsten Preis für ihren einheitlichen Krankenversicherungsschutz zu zahlen.
Darüber hinaus gibt es eine Gemeinsamkeit mit den Krankenversicherungssystemen Frankreichs und Deutschlands. Auch in der Schweiz können Studenten eine Zusatzversicherung abschließen, um den Versicherungsschutz aufzustocken. Insbesondere für Zahnleistungen ist eine solche zusätzliche Absicherung sinnvoll, denn hier kommt die Grundversicherung nur in seltenen Fällen auf. Daneben gibt es zudem Spital- und ambulante Zusatzversicherungen.

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