Krankenversicherung für Selbständige

Selbständige müssen ihre Vorsorge ganz alleine stemmen. Dazu gehören nicht nur finanzielle Rücklagen und die Altersvorsorge. Vor allem eine gute Krankenversicherung ist für einen Selbständigen wichtig, damit im Krankheitsfall die finanziellen Sorgen minimiert werden und es möglich ist, sich ganz auf die Genesung zu konzentrieren.

Krankenversicherung für Selbständige in Deutschland

Selbständige haben in Deutschland in der Regel freie Wahl zwischen der gesetzlichen (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV). Allerdings müssen sie bedenken, dass eine Rückkehr von der privaten Versicherung in eine gesetzliche Krankenkasse nicht ohne weiteres möglich ist. Der Wechsel sollte daher wohl überlegt sein.

Private Krankenversicherung Vergleich hier →

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Dabei gibt es einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Versicherungssystemen. Die Beiträge werden bei der GKV einkommensabhängig erhoben. Das heißt: Je höher das Einkommen, desto höher die Versicherungsbeiträge. Dabei ist der Maximalbeitrag gedeckelt. In der PKV wird die Prämie individuell anhand verschiedener Faktoren, wie Alter, Gesundheitszustand, körperliche Betätigung im Beruf usw., erhoben. Der Beitrag kann dabei im Alter deutlich ansteigen. Zudem ist in der PKV die kostenlose Mitversicherung von Familienmitgliedern ohne eigenes Einkommen nicht möglich.
Die private Krankenversicherung in Deutschland für Selbständige birgt allerdings auch Vorteile. So bietet die PKV abhängig vom Vertrag deutlich mehr Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung. Privatversicherte erhalten zudem schneller einen Facharzttermin und müssen weniger Zeit im Wartezimmer verbringen. Wichtig ist es für Selbständige beim Abschluss der Krankenversicherung darauf zu achten, dass der Versicherungsschutz auch ein Krankentagegeld beinhaltet. So gibt es auch einen finanziellen Ausgleich bei anhaltender Krankheit.

Krankenversicherung für Selbständige in Frankreich (mutuelle TNS)

In Frankreich gibt es eine gesetzliche, verpflichtende Krankenversicherung (Sécurité sociale). Für Selbständige erfolgen seit dem 1. Juli 2006 die Erhebung der Beitragszahlungen sowie die Auszahlung der Leistungen für alle Sozialversicherungen, also auch beispielsweise der Rente, über das Régime Social des Indépendants (RSI). Damit haben selbständig arbeitende Menschen in Frankreich eine einzige Anlaufstelle für ihre Versorgung.
mutuelle TNS
Dabei ähnelt sich das RSI sonst der normalen Krankenversicherung in allen Belangen. Das heißt, dass die Kasse einen Teil der Gesundheitskosten übernimmt. Der Rest muss jedoch vom Versicherten selbst gezahlt werden. Alternativ können Selbständige ihren Gesundheitsschutz durch eine freiwillige, private Krankenzusatzversicherung (Mutuelle santé) ergänzen. Bezüglich der Beiträge ist man in Frankreich bemüht, die finanzielle Belastung durch die Krankenversicherung von Selbständigen und Angestellten in der Waage zu halten, damit es hier nicht zu Ungerechtigkeiten kommt. Arbeitnehmer werden allerdings ab 2016 zusätzlich über die betriebliche Zusatzversicherung in Frankreich (Mutuelle obligatoire entreprise) abgesichert.

Krankenversicherung für Selbständige in der Schweiz

Die Krankenversicherung ist in der Schweiz eine Bürgerversicherung. Das bedeutet, sie ist verpflichtend für alle Ansässigen und Berufstätigen. Dabei sind Selbständige nicht ausgeschlossen. Auch sie müssen sich in der obligatorischen Versicherung schützen und einen einheitlichen Beitrag, der abhängig von Kanton und Krankenkasse (sowie dem Alter) ist. Ermäßigungen gibt es zuweilen bei Menschen mit geringfügigem Einkommen, was für Selbständige meist jedoch nicht zutrifft. Da Selbständige nicht über einen Arbeitgeber gegen Unfälle abgesichert sind, sollten sie bei der Krankenversicherung darauf achten, dass sie eine Unfalldeckung mit einschließt.

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Selbständige haben bei der Krankenversicherung in der Schweiz die Möglichkeit, die Kosten durch verschiedene Maßnahmen zu reduzieren. Wer beispielsweise eine höhere freiwillige Franchise sowie eine höhere Selbstbeteiligung mit der Krankenkasse vereinbart, zahlt monatlich geringere Beiträge. Das kann dann aber teuer werden, wenn tatsächlich Gesundheitsleistungen notwendig werden. Alternativ ist die Teilnahme an speziellen Versicherungsmodellen eine weitere Möglichkeit für Selbständige zu sparen. Bei einem Telemed-Tarif erklärt sich der Versicherte beispielsweise einverstanden, außer bei Notfällen, vor jeder Konsultation eines Arztes vorher eine telefonische Beratung zu nutzen. Dafür gibt es im Gegenzug einen Rabatt bei der Versicherungsprämie.