Krankenkassen Vergleich in der Schweiz für Grenzgänger – Schweizer Krankenversicherung für ausländische Arbeitnehmende

Wer in der Schweiz arbeitet muss über eine Krankenversicherung bzw. Krankenkasse verfügen!

Krankenkassen Vergleich in der Schweiz für Grenzgänger

Krankenversicherung in der Schweiz für Grenzgänger Vergleich – Inhaltsverzeichnis

Wer muss sich versichern?

Wer in der Schweiz einen Wohnsitz hat, verpflichtet sich automatisch bei einer Krankenkasse in der Schweiz eine obligatorische Grundversicherung abzuschliessen. In der Grundversicherung werden die wichtigsten medizinischen Behandlungen zusammengefasst.
Diese Regelung gilt auch für Ausländer, bzw. ausländische Arbeitnehmer. Neu in die Schweiz ziehende Arbeitnehmer und Arbeitnehmer, die über eine Arbeitsbewilligung der Kategorie B oder C verfügen, müssen binnen 3 Monaten eine Krankenversicherung in der Schweiz abschliessen. Falls Sie diese Frist verpassen, wird Ihnen von der Behörde eine beliebige Krankenversicherung zugeteilt.

Krankenversicherung bzw. Krankenkasse für Ausländer

Ausländische Personen, die über eine Auftenthaltsbewilligung für mehr als 3 Monate in der Schweiz verfügen, aber keine gültige gleichwertige ausländische Versicherung haben, müssen sich in der Schweiz versichern. Ausnahmen sind Amsträgern aus der Ausland, wie Diplomaten und Politiker, die trotz einer bestehenden Krankenversicherung im Ausland, eine Schweizer Krankenversicherung beantragen können.

Ausländer, deren ausländische Versicherung die gleichen Leistungen trägt, wie eine Schweizer Krankenkasse, können sich von der Schweizer Krankenversicherung befreien lassen.

Krankenversicherung bzw. Krankenkasse für Asylanten

Personen, die in der Schweiz Asyl beantragt haben bzw. gemäss Artikel 14a des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer(ANAG) zugesprochen wurde, sind gemäss Artikel 66 vom Asylgesetz versicherungspflichtig.

Die Schweizer Grundversicherung

Die Grundversicherung fasst alle notwendige schulmedizinische Behandlungen zusammen, die gemäss des Schweizer Krankenversicherungsgesetzes (Schweizer KVG) festgelegt worden sind. Diese sind daher bei allen Versicherern gleich.

Was sind notwendige schulmedizinischen Behandlungen? – Was bezahlt die Grundversicherung?

Von der obligatorischen Grundversicherung werden Krankheits-, Unfall- und Mutterschaftsbehandlungen bezahlt:

Behandlungen

Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen von Ärzten, Chiroprakikerinnen, Hebammen von Personen, die auf ärztliche Anordnung Hin tätig sind

Krankenhaus Aufenthalt

Zeitlich unbeschränkter Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung eines Spitals im Wohnkanton gemäss kantonaler Spitalliste

Medikament- und Laborkosten

Ärztlich verordnete kassenpflichtige Medikamente (gemäss Liste) und Laboruntersuchungen

Notfall im Ausland

Maximal doppelte Kosten dessen, was die gleiche Behandlung im Wohnkanton gekostet hätte

Transport

Beiträge an medizinische notwendige Transporte (50%, max. 500.-) und Rettungsmassnahmen (50%, max. 5'000.-)

Prävention

Beiträge z.B. an Impfungen (keine Reiseimpfungen) und gynäkologische
Untersuchungen (einmal pro 3 Jahre) sowie unterbestimmten Voraussetzungen für Mammografie

Alternativmedizin

Von einem Arzt durchgeführte Behandlungen, die der Gesetzgeber als wirksam zweckmässig und wirtschaftlich erachtet

Spitex, Pflegeheim

Kantonal unterschiedlich hohe Beiträge an Pflegeleistungen zu Hause (Spitex) oder im Pflegeheim. Keine Übernahme von Kosten für Haushalthilfen (zum Kochen Putzen, etc.) und für die Unterkunft im Pflegeheim

Mutterschaft

Sieben Kontrolluntersuchungen, 2 Ultraschall- und 1 Nachuntersuchung, Geburts-
Vorbereitungskurs (Fr. 100.-) und 3 Stillberatungen

Zahnarzt

Deckung für Zahnunfälle und Zahnschäden infolge einer schweren Allgemeinerkrankung.
Keine Kostenübernahme für Löcher flicken, Plomben ersetzen und Zahnfleisch-Behandlungen infolge schlechter Mundhygiene.
Keine Kostenübernahme für Zahnstellungskorrekturen

Selbstbeteiligung – Franchise

Zu den von der Grundversicherung getragenen Kosten, müssen zusätzlich Franchise bzw. Selbstbehalte bezahlt werden. Die Franchise und die Selbstbehalte umfassen alle Kosten, die die Grundversicherung nicht trägt. Mit einem Krankenkassenvergleich kann die Franchise erhöht werden, womit Sie bis 45% der Prämien sparen können.

Selbstbeteiligung bzw. Franchise für Erwachsene

Von den Kosten der medizinischen Leistungen müssen Erwachsene in der Schweiz mindestens 300 Frank pro Kalenderjahr übernehmen, darf jedoch nicht die Selbstbeteiligungsgrenze von 700 Franken (inkl. Jahresfranchise) übersteigen.

Selbstbeteiligung bzw. Franchise bei Schwangerschaft

Bei Schwangerschaften ohne Komplikationen dürfen keine Selbehalt- und Franchisekosten erhoben werden.

Selbstbeteiligung bzw. Franchise Kinder

Für Kinder unter 18 Jahren werden keine Franchisekosten erhoben und die Selbstbehalt darf nicht die Grenze von Fr. 350 pro Jahr übersteigen.

FAQ Krankenversicherung in der Schweiz für Grenzgänger Vergleich

Muss ich mich als Grenzgänger in der Schweiz gesetzlich krankenversichern?

Als Grenzgänger werden Menschen bezeichnet, die in einem Land wohnen und in einem anderen Land arbeiten. Menschen, die für die Arbeit aus dem Ausland in die Schweiz kommen, sind grundsätzlich auch dort gesetzlich krankenversicherungspflichtig und müssen über eine Krankenkasse in der Schweiz verfügen. In den ersten drei Monaten der Tätigkeit in der Schweiz müssen sie sich selbst und ihre nicht-erwerbstätigen Familienmitglieder gesetzlich krankenversichern.
Diese Formalitäten werden nicht automatisch vom Arbeitgeber durchgeführt, sondern der Arbeitnehmer muss sich eigenständig darum kümmern. Der Arbeitgeber leistet übrigens im Gegensatz zu Deutschland keinen Beitrag zur Krankenversicherung des Arbeitnehmers.

Gemäß dem Optionsrecht können sich in der Schweiz erwerbstätige Grenzgänger innerhalb der ersten drei Monate aber auch von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen. Dies ist nur möglich, wenn sie bereits eine gesetzliche oder private Krankenversicherung bei einer Krankenkasse in dem Land haben, in dem ihr Wohnsitz liegt. Die Entscheidung zur Befreiung ist in der Regel endgültig. Als Deutscher kann man trotzdem noch in eine der Schweizer Krankenkassen wechseln, etwa bei Geburt, Heirat, Scheidung oder Verwitwung. Bei Franzosen gilt diese Ausnahme nicht.

Kann ich mich als Grenzgänger in der Schweiz privat krankenversichern?

Wer als Grenzgänger aus Frankreich oder Deutschland kommt, um in der Schweiz zu arbeiten, kann auch eine private Schweizer Zusatzkrankenversicherung bzw eine private Schweizer Krankenkasse in Anspruch nehmen. Allerdings muss mit der Versicherung geklärt werden, ob und inwiefern sie auch für medizinische Behandlungen in dem Land aufkommt, in dem die Person ihren Wohnsitz hat.

Gibt es eine spezielle Krankenkasse für Grenzgänger in der Schweiz?

Einige private Schweizer Krankenversicherungen bieten spezielle Grenzgängermodelle. Sie fallen in der Schweiz nicht unter den obligatorischen gesetzlichen Schutz. Personen, die sich für ein solches Modell entscheiden, sollten deshalb bedenken, dass dieses in Deutschland ebenfalls nicht als gesetzliche Vorversicherungszeit berücksichtigt werden kann. Unter Umständen ist es nicht mehr möglich, anschließend in eine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland aufgenommen zu werden, auch wenn man dort arbeitet.

Wie versichere ich mich, wenn ich in der Schweiz lebe, aber in einem anderen Land arbeite?

Sind Personen mit Schweizer Wohnort in einem anderen Land, wie Frankreich oder Deutschland, erwerbstätig, müssen sie in der Regel auch dort krankenversichert sein.

Krankenversicherungsmodelle für Grenzgänger in die Schweiz

  1. Gesetzliche Krankenkasse in Deutschland

    Grenzgänger zahlen nur einen ermässigten Beitragssatz von 14,9% zusätzlich zu ihren deutschen GKV. In diesem Fall wird eine zusätzliche Zusatzversicherung empfohlen.

  2. Gesetzliche Krankenkasse in der Schweiz

    In diesem Fall schliesst der zu Versichernde eine gesetzliche Krankenversicherung in der Schweiz ab, deren Dienstleistungen der deutschen GKV entsprechen. In diesem Fall wird eine zusätzliche Zusatzversicherung empfohlen.

  3. Krankenversicherungsmodell Deutschland-Schweiz – Krankenkasse für Grenzgänger in Deutschland und der Schweiz

    Der Versicherte zahlt Beiträge sowohl bei der deutschen als auch bei der schweizer privaten Krankenkasse.

  4. Private Krankenversicherung in Deutschland

    Der Grenzgänger schliesst nur eine deutsche Private Krankenversicherung ab. Die Leistungen der PKV werden je nach vereinbarten Tarif berechnet.

Achtung: Schweizer Arbeitgeber zahlen in der Regel keinen Zuschuss für die Krankenversicherung!!

Häufig gestellten Fragen (FAQ) von Grenzgänger/innen, die sich entweder für die Krankenversicherung in der Schweiz oder im Wohnland entscheiden müssen (Optionsrecht)

Wie muss für die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz vorgegangen werden?

Wenn Grenzgänger aufgrund ihres Optionsrechtes für eine Versicherung ausserhalb der Schweiz, in dem Wohnstaat entscheiden, müssen sich Grenzgänger von dem Schweizer Krankenversicherungspflicht befreien lassen.
Hierfür benötigen Sie die folgenden Dokumente:

  1. Bestätigung ihrer Krankenversicherung im Wohnstaat (auch für Ihre Familie!)
  2. Versicherungsausweis

Ohne einer Befreiung müssen sich Grenzgänger und ihre Familien in der Schweiz versichern.

Welche Folgen hat die verspätete Versicherung in der Schweiz?

Bei einer Verspätung könnte es zu Lücken in Ihrer Versicherungsdeckung kommen, was später Ihnen einen Zuschlaf auf Ihre Krankenversicherungsbeiträge bedeuten kann.

Muss die ganze Familie im selben Staat krankenversichert sein?

Familien, wo einer Elternteil als Grenzgänger in der Schweiz tätig ist, müssen das Optionsrecht grundsätzlich gemeinsam ausüben, jedoch ist es möglich, dass die Ausübung des Optionsrecht von Grenzgänger und ihrer Familienangehörigen getrent zuzulassen, womit eine Versicherung in Deutschland für die anderen Mitglieder der Familie möglich ist.

Kann das Optionsrecht auch nach dem 31. August 2002 noch ausgeübt werden?

Nein, nach dem Ablauf der dreimonatigen Frist am 31.08.2002 ist es nicht mehr möglich.

Kann das Optionsrecht bei einer Änderung der Familienverhältnisse zu einem späteren Zeitpunkt noch ausgeübt werden?

Wenn Familienverhältnisse sich durch Geburt oder Heirat ändern, können sich Familien über Ihre Krankenversicherungspflicht in der Schweiz später entscheinden.
Grenzgänger, die zu dieser Änderung in der Schweiz versichert waren, können für sich und für andere Familienangehörige von der Schweizer Versicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen. Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht der neuen Familienmitglieder zu stellen, d.h. binnen drei Monaten nach der Geburt oder nach der Heirat.

Kann die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz widerrufen werden?

Wer einmal sich von der Krankenversicherungspflicht der Schweiz befreien liess, kann sich nicht mehr in der Schweiz versichern.

Wo sind die Kinder versichert, wenn ein Elternteil im Wohnstaat erwerbstätig ist und der andere Elternteil in der Schweiz?

Wenn einer der Eltern in dem Wohnstaat erwerbstätig ist, werden die Kinder in dem Wohnstaat versichert. Eine Wahlmöglichkeit gibt es nicht.

Wo müssen sich Grenzgänger/innen nach ihrer Pensionierung versichern?

  1. Grenzgänger, die neben Ihrer Schweizer Rente, Rente aus dem Ausland (Wohnland) beziehen sind im Wohnstaat krankenversicherungspflichtig.
  2. Grenzgänger, die in der Schweiz versichert waren, können nach der Pensionierung in die Gesetzliche Krankenversicherung im Wohstaat wechseln.
  3. Grenzgänger, die im Alter nur eine Schweizer Rente beziehn, bleiben nach ihrer Pensionierung der Krankenversicherung in der Schweiz unterstellt.

Kann man sich in der Schweiz für Krankheit auch privat versichern?

In dem Schweizer Krankenversicherungssystem gibt es nur die Gesetzliche Versicherung, die im Krankenversicherungsgesetz (KVG) geregelt wird. Versichererte können sich für Private Zusatzversichersicherungen (z.B.: für Spital- oder Zahnbehandlungen) entscheiden, welche im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt werden.

Gibt es einen „Grenzgängertarif“?

Aus dem Prinzip der Einheitsprämien sind die Prämien unabhängig von Ihrem Status( z.B.:Grenzgänger, Rentener, Arbeitslose), Lohn, Alter und Gesundheitszustand. Die Prämien der schweizerischen Krankenversicherer werden pro
Mitgliedsstaat der EG bzw. EFTA festgelegt.
Grenzgänger, die in ärmeren Verhältnissen leben, können jedoch beim Kanton ihres Arbeitsortes Prämienverbilligungen für sich und ihre in der Schweiz versicherten Familienangehörigen beantragen.

Krankenversicherung für Französische Grenzgänger in die Schweiz

Optionsrecht in der Krankenversicherung

Seit 2002 besteht zwischen Frankreich und der Schweiz ein Optionsrecht, welches eine Krankenversicherung in Frankreich zulässt. Diese Option weicht vom Grundsatz der EU ab, und wird aktuell von 84% der französischen Grenzgängern in der Schweiz in Anspruch genommen.
Die andere Option ist, die Schweizer soziale Krankenversicherung zu nutzen.

Wie wird die Krankenversicherung für Grenzgängern

Für Grenzgängern wurden bis jetzt bei der französischen Einheitskasse (Securité Sociale) keine feste Beiträge festgelegt, aber durchschnittlich spricht man über 6-8% und über einen etwaigen Pauschalabzug von 9‘356 Euro.
Neben den eigentlichen Kosten der Krankenversicherung in Frankreich können die Contribution sociale généralisée (CSG), eventuell die Contribution au remboursement de la dette sociale (CRDS) anfallen.
Das KVG in der Schweiz wird aber durch Kopfprämien bezahlt, welche pro Person, nach Alter jedes Jahr neu berechnet wird.

Versicherte Behandlungen in der Schweiz

Grenzgänger, die sich nicht zu einer CMU angeschlossen haben, werden automatisch nach dem KVG versichert, dh. dass sie Recht auf die gleichen Krankenversicherungsleistungen haben, wie Versicherte, die in der Schweiz leben. Behandlungen jener Personen, die sich für eine die Schweizer Grundversicherung oder eine Schweizer Krankenkasse entschieden haben, werden in Frankreich nach den Leistungen der régime général erhalten, dh. dass es die jeweiligen Bestimmungen der Französischen Krankenversicherung gelten werden.

Krankenkassenwechsel in der Schweiz für Grenzgänger

Nach Schweizer Recht hat jeder Versicherte bei einer Jahresfranchise von CHF 300 die Möglichkeit ihre Krankenkasse halbjährlich zu wechseln.

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