Mutuelle Entreprise – Betriebliche Krankenversicherung in Frankreich – Ab 2016 Pflicht

Mutuelle Entreprise – Betriebliche Krankenversicherung Frankreich Vergleich

Was ist mutuelle entreprise – Gesundheitssystem in Frankreich ab 2016 ?

Ab dem 1. Januar 2016 müssen Unternehmen in Frankreich ihren Mitarbeitern eine betriebliche Krankenversicherung anbieten. Was bisher eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers war, wird somit zur Pflicht. Zwar gibt es auch einige Ausnahmeregelungen. Allerdings kommt kein Unternehmenschef darum herum, sich mit der neuen Krankenversicherungspflicht auseinanderzusetzen.

Portrait  eines teams

Was ändert sich mit mutuelle entreprise?

Die betriebliche Krankenzusatzversicherung, in Frankreich oft als mutuelle obligatoire, mutuelle entreprise Mutuelle obligatoire entreprise oder mutuelle entreprise obligatoire bezeichnet, wird in wenigen Monaten verpflichtend eingeführt. Da damit jedoch ein erheblicher bürokratischer Aufwand verbunden ist, wird den Verantwortlichen in Betrieben bereits jetzt geraten, sich auf diese Umstellung vorzubereiten. So sollte frühzeitig geklärt werden, in welchem Umfang die betriebliche Krankenversicherung angeboten werden soll. Denn abhängig davon wie viel Geld Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den zusätzlichen Krankenversicherungsschutz investieren wollen, stehen ihnen drei Optionen zur Auswahl:

  1. Die Basis-Versorgung mit geringen Leistungen zum kleinen Preis (vgl. Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland)
  2. Erweitere Leistungen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis
  3. Top-Schutz, der allerdings auch mit höheren Kosten verbunden ist (vgl. Private Krankenversicherung in Deutschland)

Der Arbeitgeber hat dabei die Möglichkeit entweder eine dieser Kategorien für alle Arbeitnehmer einzuführen oder einen individualisierten Schutz zu wählen, der beispielsweise Mitarbeitern mit Familie höhere Leistungen bietet als Ledigen. Dabei trägt der Arbeitgeber die Kosten für die betriebliche Krankenzusatzversicherung in Frankreich zu mindestens 50 Prozent. Er kann den Beitrag aber auch gänzlich übernehmen.

businessteam in einem meeting

Was ist bis 2016 vom Arbeitgeber zu tun?

Die Entscheidung, welche Form der betrieblichen Krankenzusatzversicherung im Jahr 2016 eingeführt wird, fällt der Arbeitgeber je nach Betriebsgröße mittels Betriebsvereinbarung, in Absprache mit den Mitarbeitern bzw. allein. Die entsprechenden Regelungen müssen nach strengen gesetzlichen Vorgaben schriftlich festgehalten werden. Zudem obliegt es dem Arbeitgeber einen Anbieter für die Pflichtversicherung auszuwählen. Um die notwendigen administrativen Schritte durchzuführen, gehen Experten von einer Vorlaufzeit von mindestens vier Monaten aus. Schließlich muss Mitarbeitern, die sich bereits privat abgesichert haben, die Möglichkeit gegeben werden, ihre Policen rechtzeitig zu kündigen. Viel Zeit bleibt also nicht mehr. Arbeitgeber können sich bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Pflicht allerdings von einem Experten unterstützen lassen.